01.11.2020

Punkteteilung gegen Ingolstadt

Türkgücü München verpasst Sieg im Oberbayern-Derby

Am achten Spieltag bekam es Türkgücü München im Stadion an der Grünwalder Straße mit dem FC Ingolstadt 04 zu tun. Am Ende trennten sich beide Teams mit einem 1:1-Unentschieden. 

Auf beiden Seiten mussten die Trainer jeweils einen gesperrten Spieler ersetzen. TGM-Coach Alexander Schmidt hatte die knifflige Aufgabe, den Verlust von Sercan Sararer, der im Spiel gegen den VfB Lübeck seine fünfte Gelbe Karte erhalten hatte, zu lösen. Nico Gorzel sollte den Kapitän gegen die Schanzer vertreten. Die Gäste mussten ihrerseits auf Stürmer Caniggia Elva verzichten, der nach wie vor eine Rotsperre absitzt. 

Türkgücü München war zunächst die spielbestimmendere Mannschaft, jedoch fehlte die zündende Idee in der Offensive, weshalb in den ersten zehn Minuten Chancen Mangelware waren. 

Nach einer fragwürdigen Freistoßentscheidung gegen Aaron Berzel war es Thomas Keller, der den Ball mit dem ersten Schussversuch der Partie aus 25 Metern zur überraschenden Führung für die Gäste einnetzte (14.). Doch die Münchner zeigten sich unbeeindruckt, nahmen trotz des Rückstandes das Heft wieder in die Hand und erspielten sich die erste Torchance. Petar Sliskovic legte mit der Hacke auf Neuzugang Filip Kusic auf der Außenbahn. Der flankte das Leder auf Benedikt Kirsch, der mit dem Kopf nicht genug Präzision hinter den Ball brachte und das gegnerische Tor nur knapp verfehlte (18.). 

Immer wieder veruschte es Türkgücü in der Folge über den rechten Flügel. Einmal war es Tom Boere, der einen Kopfball nicht entscheidenden aufs Tor bringen konnte, ein anderes Mal war es Alexander Sorge, der nach einem Eckball den Ball zwar auf den Kasten brachte, jedoch entschärfte FCI-Schlussmann Fabijan Buntic den Versuch (24.). 

Die Begegnung flachte anschließend etwas ab. Doch dann wurde Boere mit einem schönen Zuspiel rechts in den Strafraum geschickt. Der 27-Jährige schaffte es, den Ball kurz vor dem Keeper noch einmal quer auf Sturmkollege Sliskovic zu legen, der nur noch einschieben musste (34.). Der verdiente Ausgleich für die Mannschaft von Alexander Schmidt. 

Kurz vor der Halbzeit konnte sich Türkgücü-Torwart Rene Vollath auszeichnen. Nach einem strammen Kopfball von Ingolstadts Fatih Kaya aus kurzer Distanz brachte der Keeper im letzten Moment seine Fäuste in die Luft, um den Abschluss über das Tor zu lenken. 

Den zweiten Durchgang eröffnete Sliskovic, der 20 Meter vor dem gegnerischen Kasten den Ball eroberte, nicht lange fackelte und den Ball flach aufs Tor schoss. Buntic konnte den Abschluss noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten herum lenken (47.). 

Türkgücü knüpfte nahtlos an die überlegene erste Hälfte an. Nach einem sehenswerten Doppelpass mit Boere auf dem rechten Flügel legte Kirsch das Leder von der Grundlinie auf den frei stehenden Sliskovic zurück. Der 29-Jährige traf mit seinem Schussversuch aber nur den Querbalken (55.). 

In der 71. Minute hatte Türkgücü zwei Chancen kurz hintereinander. Nach einer Freistoßflanke aus dem Halbfeld rauschte der Ball vom Kopf eines Ingolstadt-Spielers nur Zentimeter über das Gehäuse. Nach dem anschließenden Eckball verfehlte Berzel das Tor per Kopf ebenfalls nur denkbar knapp. 

In Minute 85 hatte Türkgücü noch einmal eine Riesenchance. Ünal Tosun setzte sich in der rechten Strafraumecke mit einer geschickten Drehung durch und zog mit dem linken Fuß aufs lange Eck. Torhüter Buntic konnte den präzisen Schuss mit einer Glanztat entschärfen. 

Türkgücü verpasste es damit nach der Lübeck-Partie den nächsten Dreier einzufahren und muss sich mit einem Punkt begnügen.

„Ich muss der Mannschaft ein Lob zollen. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind über den Teamgeist gekommen. Die komplette Mannschaft hat die Zweikämpfe gut geführt, Mentalität gezeigt und alle haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet. Wir haben Ingolstadt permanent unter Druck gesetzt. Insgesamt glaube ich, dass wir in der zweiten Halbzeit näher am Sieg waren“, analysierte Trainer Alexander Schmidt die Begegnung im Anschluss. 

Aufstellungen: 

Türkgücü: Vollath – Kusic (72. Tosun), Sorge, Berzel, Stangl – Fischer, Erhardt, Kirsch (90. Zorba), Gorzel – Sliskovic, Boere (80. Kircikek)

Lübeck: Buntic – Krauße, Paulsen, Schröck, Heinroth – Gaus, Keller, Bilbija (64. Stendera), Niskanen (59. Beister) – Kutschke, Kaya (81. Hawkins)

Gelbe Karten: Berzel, Gorzel – Kaya, Heinlauth, Graus

Tore: 0:1 Keller (14.), 1:1 Sliskovic (34.)

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