24.11.2020

Unentschieden gegen den Spitzenreiter

Türkgücü und Saarbrücken trennen sich mit 1:1

Am 12. Spieltag empfing Türkgücü München den Spitzenreiter der 3. Liga, den 1. FC Saarbrücken. Das Spiel endete mit einem 1:1-Remis. 

 

Unter dem Flutlicht des Olympiastadions und bei frischen zwei Grad erwischte Türkgücü München den etwas besseren Start. Nach einer Flanke von Sercan Sararer konnte Mounir Bouziane per Kopf erstmals für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen (5.). 

Kurz darauf ein Blitzangriff der Gastgeber: Kilian Fischer nahm eine Bogenlampe kurz vor der Mittellinie per Volley und schickte damit Sararer auf der halblinken Seite, der das Leder mit einem feinen Querpass wie schon kurz zuvor auf Bouziane legte. Der Angreifer steckte das Leder vorbei an Torhüter Daniel Batz zur frühen 1:0-Führung (8.). 

Anschließend kamen die Gäste aus Saarbrücken etwas besser ins Spiel. Die erste Gelegenheit ergab sich nach einer Flanke von Anthony Barylla. Nicklas Shipnoski war der Abnehmer, er scheiterte mit seinem Kopfball aber an TGM-Keeper Rene Vollath (16.). 

Die Begegnung flachte im Anschluss etwa ab, beide Mannschaften versuchten sich Möglichkeiten zu erspielen, so richtig wollte es aber auf beiden Seiten nicht klappen. Daher dauerte es bis Minute 25, bis es wieder vor einem der Tore gefährlich wurde. TGM-Neuzugang Bouziane, der ein auffälliges Spiel bis zu diesem Zeitpunkt machte, konnte mit einer Flanke Sturmpartner Petar Sliskovic in der rechten Strafraumseite bedienen. Der 29-Jährige beförderte das Leder per Direktabnahme zentral auf Höhe des Fünfmeterraums, wo Sercan Sararer nur denkbar knapp unter dem Ball hindurchsegelte. 

Türkgücü nahm das Heft nun insgesamt wieder mehr in die Hand. Sliskovic fand mit einer flachen Hereingabe Kilian Fischer, der mit seinem Abschluss aus sieben Meter jedoch an Batz scheiterte (31.). 

Doch auch Saarbrücken schaltete nicht ab. Aus knapp 20 Metern kam Sebastian Jacob zu einer guten Schusschance, die zum Glück der Münchner nur an den Pfosten prallte. Der Nachschuss verfehlte den Kasten anschließend weit (36.). Es folgten weitere Angriffsbemühungen der Gäste, die Abschlüsse konnten die Gäste in den folgenden Minuten jedoch nicht auf das Tor von Türkgücü bringen. 

Doch dann wurde es in Richtung Halbzeit noch einmal richtig brenzlig. Shipnoski setzte sich auf dem rechten Flügel durch und servierte den Ball flach auf den Elfmetermeterpunkt, wo Maurice Deville frei zum Abschluss kam, Vollath parierte aber glänzend (42.). 

So ging es mit der 1:0-Führung für Türkgücü München in die Halbzeitpause. 

Der zweite Durchgang startete ohne nennenswerte Ereignisse. Saarbrücken war jedoch die etwas aktivere Mannschaft. Offensivbemühungen der Gäste gingen meist über die Außenpositionen, die Flankenversuche konnte die Türkgücü-Defensive ein ums andere Mal klären. Kilian Fischer setzte in Minute 57 mit einem Distanzschuss ein erstes Lebenszeichen für die Gastgeber in Hälfte zwei. Torhüter Batz konnte den zentralen Abschluss aber ohne Probleme entschärfen. In die Begegnung fand die Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt aber weiterhin nicht zurück. 

Dann geschah das, was ich sich bereits angebahnt hatte. Eine Hereingabe von Shipnoski fand im Sechzehnmeterraum Markus Mendler, dessen Kopfball unhaltbar zum 1:1-Ausgleichstreffer in den Maschen landete (61.). 

Im weiteren Verlauf blieben Torchancen zunächst Mangelware. Dann bediente Philipp Erhardt Sliskovic mit einem hohen Ball in die Spitze. Im Eins-gegen-eins gegen Batz versuchte der Angreifer es mit einem Heber, der jedoch am linken Pfosten vorbeisegelte (69.). 

Diese Chance war ein kleiner Weckruf für die Münchner, die anschließend wieder mehr investierten und sich dem gegnerischen Tor wieder mehr näherten. 

In einer intensiven Schlussphase hatte Türkgücü noch einmal die Riesenchance auf den Siegtreffer. Stefan Stangl fand Aaron Berzel als Abnehmer seiner Flanke. Der Verteidiger beförderte den Ball mit einer artistischen Drehung in Richtung gegnerisches Tor, wo das Leder an den Querbalken krachte (80.). 

In den letzten Minuten drückten besonders die Gäste noch einmal auf die Entscheidung. TGM-Coach Schmidt brachte kurz vor der Nachspielzeit mit Erol Erdal Alkan einen weiteren Abwehrspieler, um den Punkt über die Zeit zu retten. 

So sollte es auch kommen. Eine spannende Partie im Olympiastadion endete mit einem 1:1-Unentschieden. 

"Die Anfangsphase war sehr gut, wir haben eine spielstarke Mannschaft sehr hoch angelaufen und hatten gute Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte. Dann gehen wir in Führung und haben kurz darauf durch Kilian Fischer eine große Chance, wo der Torwart auf der Linie hält", analysierte Schmidt im Anschluss an die Partie: "Dann kam Saarbrücken sehr gut ins Spiel und hat uns über die komplette Spielzeit wirklich alles abverlangt. Wir mussten alle Register ziehen mit Systemumstellungen, mussten tiefer stehen und haben mit dem letzten Blutstropfen das Tor verteidigt. Insgesamt muss ich der Mannschaft ein großes Kompliment zollen, denn sie haben wirklich alles reingehauen."

Aufstellungen: 

Türkgücü: Vollath – Stangl, Berzel, Sorge, Stangl – Fischer, Erhardt, Gorzel (46. Tosun), Sararer –Sliskovic, Bouziane (44. Gabriele)
Trainer: Alexander Schmidt

Saarbrücken: Batz – Barylla, Zellner, Sverko, Müller – Zeitz – Shipnoski, Mendler (76. Perdedaj), Jänicke, Deville – Jacob
Trainer: Lukas Kwasniok

Gelbe Karten: Schmidt, GorzelSararer, Berzel - Jänicke, Müller, Perdedaj

Tore: 1:0 Bouziane (8.), 1:1 Mendler (61.) 

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