23.12.2020

4:1-Sieg in Meppen

Türkgücü entscheidet Schlammschlacht für sich

Zum Nachholspiel des 11. Spieltags war Türkgücü München beim SV Meppen zu Gast. Die Münchner machten sich am 23. Dezember selbst das größte Weihnachtsgeschenk und besiegten die Emsländer mit 4:1. 

 

Der Anpfiff des Spiels verzögerte sich zunächst um 30 Minuten aufgrund starker Regenfälle, die den Platz stark unter Wasser setzten. Der Regen beruhigte sich jedoch und das Schiedsrichtergespann rund um Sven Waschitzki entschied, dass das Spiel angepfiffen wird. Dennoch blieben die Platzbedingungen natürlich schwierig.

Um 17:30 Uhr ging die Begegnung schließlich los. Beide Teams waren von Beginn an bedachte darauf, sich erst einmal mit dem rutschigen Untergrund vertraut zu machen. Großchancen waren in der Anfangsphase dadurch aber Mangelware. Wenn es ansatzweise gefährlich wurde, dann über Eckbälle.

Doch dann führte Sercan Sarerer einen Einwurf auf Höhe der Mittellinie schnell auf den freistehenden Kilian Fischer aus. Der 20-Jährige hatte dadurch viel Platz, marschierte bis zur Grundlinie und servierte eine Flanke punktgenau auf den Fuß von Petar Sliskovic, der eiskalt zur 1:0-Führung netzte (15.). 

Anschließend zeichnete sich wieder dasselbe Bild wie schon zuvor ab. Große Vorsicht auf beiden Seiten und hart geführte Zweikämpfe bestimmten das Geschehen. 

Die Hausherren erspielten sich in der 25. Minute erstmals eine nennenswerte Torchance, als Valdet Rama aus knapp 20 Metern flach am Kasten von Rene Vollath vorbeischoss. 

Nach und nach kristallisierte sich Türkgücü als die etwas spielbestimmendere Mannschaft heraus. Das Pressing zeigte seine Wirkung und man näherte sich immer mehr der Gefahrenzone vor dem gegnerischen Tor. Yiyoung Park brachte nach einem Eckball einen Abpraller erneut als Flanke. Die Hereingabe streifte gefährlich nah am Pfosten von SVM-Schlussmann Eric Domaschke vorbei (31.). 

Kurz vor der Halbzeit kam es erneut zu einem Eckball für die Meppener. Die Hereingabe erreichte Lars Bünning, der den Ball zum 1:1-Ausgleich versenkte (41.). 

Doch im direkten Gegenzug war es erneute Fischer, der auf der rechten Seite den Weg in den Strafraum suchte und mit seinem Zuspiel in den Rückraum Furkan Kircicek fand. Der Angreifer verwandelte das Leder flach im linken Eck zur erneuten Führung für die Gäste (42.). 

Mit dem knappen Vorsprung für die Münchner ging die Begegnung in die Halbzeitpause.

Trainer Alexander Schmidt nahm für den zweiten Durchgang zunächst keine personellen Veränderungen vor. 

Meppen kam aber wesentlich wacher aus der Kabine, machte direkt Druck und erspielte sich einige gute Möglichkeiten. Jedoch war der letzte Pass oder der Abschluss zu ungenau.

Die erste Riesenchance hatte aber Türkgücü. Nach einer Freistoßflanke von Park wurde Aaron Berzels Kopfball an den Querbalken abgefälscht. Großes Pech für die Münchner in dieser Situation (50.). 

Es machte sich jedoch bemerkbar, dass die Teams sich mittlerweile an die widrigen Platzbedingungen gewöhnt haben. Beide Mannschaften traten nun deutlich mutiger als noch in Hälfte eins auf. 

Hilal El-Helwe versuchte es für Meppen mit einem erneuten Distanzschuss, den Rene Vollath entschärfen konnte, auf der anderen Seite wurde eine Hereingabe von Sercan Sararer kurz von dem heranstürmenden Kircicek zur Ecke geklärt (68.). Der anschließende Eckball fiel Furkan Zorba am Elfmeterpunkt vor die Füße, dessen Schuss konnte noch geblockt werden, den Abpraller verwandelte Alexander Sorge aus kürzester Distanz zum 3:1 aus Sicht von Türkgücü (69.). 

Nur eine Minute später wurde es direkt brenzlig vor Vollaths Kasten, als eine Flanke den freistehenden Dejan Bozic erreichte. Seinen Kopfball setzte er jedoch direkt in die Arme des TGM-Schlussmanns.

Die Münchner waren nun bedacht darauf, gut zu verteidigen und den Sieg über die Zeit zu bringen. So war Meppen natürlich das drückende Team in den Schlussminuten.

Trotzdem hatte Türkgücü die Chance auf die Entscheidung. Der eingewechselte Mounir Bouziane steckte auf Kircicek durch, der Abschluss des Stürmers wurde beim Schussversuch im letzten Moment von einem hereinlaufenden Verteidiger abgeblockt (82.). 

Die Defensive hielt dem Druck derweil weiter tapfer stand und in der Nachspielzeit machte Nico Gorzel dann den Deckel endlich drauf. Sercan Sararer schickte den eingewechselten Mittelfeldspieler rechts in den Strafraum, der 22-Jährige versenkte die Kugel über den Umweg des linken Pfostens zum 4:1-Endstand. 

Damit feierte Türkgücü nach dem 1:0-Erfolg gegen den SC Verl den zweiten Sieg in Serie und geht mit viel Rückenwind in die Winterpause. 

"Es war ein schwieriges Spiel für uns, es war ein Kampfspiel. Ich muss sagen, ich bin richtig stolz auf die Mannschaft, sie hat von der ersten Minute an den Kampf angenommen", zeigte sich Trainer Schmidt im Anschluss an die Partie begeistert: "Man hat als Trainer das Gefühl gehabt, dass wie schon gegen Verl ein guter Spirit im Team ist, dass sie einen guten Willen und Siegermentalität haben."

Aufstellungen:

Meppen: Domaschke – Amin, Al-Hazaimeh, Osee, Ballmert – Egerer (38. Evseev), Bünning – Rama, Tankulic, Guder – Bozic (77. Tattermusch)

Türkgücü: Vollath – Kusic, Zorba, Sorge, Park – Fischer (63. Tosun), Erhardt, Berzel – Sararer, Sliskovic (76. Bouziane), Kircicek (88. Gorzel)

Gelbe Karten: Bozic, Rama - Berzel

Tore: 0:1 Sliskovic (15.), 1:1 Bünning (41.), 1:2 Kircicek (42.) 1:3 Sorge (69.)., Gorzel (90.+1)

 

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