Türkgücü München siegt bei Torfestival gegen VfB Lübeck 

Am sechsten Spieltag der 3. Liga bekam es Türkgücü München mit dem VfB Lübeck zu tun. Gegen die Gäste aus Norddeutschland konnte man sich mit 4:3 (2:1) durchsetzen. 

Die ersten zehn Spielminuten blieben zunächst ereignislos, beide Teams versuchten es mit langen Bällen, die jedoch nicht für nennenswerte Möglichkeiten sorgten. Doch dann war es Kapitän Sercan Sararer, der sich auf der rechten Außenbahn durchsetzte und mit seiner Flanke Petar Sliskovic fand. Der Stürmer behauptete den Ball im Sechzehner, doch sein Gegenspieler brachte den Angreifer von hinten zu Fall. 

Den anschließenden Strafstoß verwandelte Tom Boere eiskalt in die linke untere Ecke. 

Nach knapp einer Viertelstunde mussten die Hausherren das erste Mal zittern, als Rieble einen Kopfball aus kurzer Distanz nicht genau genug platzieren konnte. 

Kurz darauf schaffte es Lübecks Stürmer Martin Röser in den Strafraum der Münchner einzudringen, Keeper Rene Vollath stürmte aus seinen Kasten und holte den Gegenspieler von den Beinen. Strafstoß für die Gäste. Doch Vollath machte seinen Fehler direkt wieder wett und parierte den Elfmeter plus Nachschuss glänzend (17.). 

Die Partie nahm nun ordentlich Fahrt auf. Die nächste Großchance erspielten sich die Gastgeber. Torschütze Boere kam auf der rechten Außenbahn an den Ball und brachte das Spielgerät mit einem scharfen Flachpass an den Elfmeterpunkt, wo Sararer das Leder annahm. Der Abschluss des Spielmachers verfehlte das gegnerische Tor nur denkbar knapp (21.). 

In der 27. Minute gelang den Lübeckern der Ausgleichstreffer. Pascal Steinwender brachte eine flache Flanke in den Strafraum, Alexander Sorge versuchte die Situation zu entschärfen, dabei rutschte ihm der Ball unglücklich über den Fuß und von dort ins eigene Netz. 

Doch die Antwort der Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt ließ nicht lange auf sich warten. Kilian Fischer bediente Philipp Erhardt mit einem feinen Zuspiel, der Mittelfeldmann schaffte es zentral in den Sechzehner einzudringen und erzielte mit einem präzisen Linksschuss die erneute Führung. 

In der 40. Spielminute ein herber Rückschlag für Türkgücü München. Neuzugang Boubacar Barry ging ohne Fremdeinwirkung zu Boden und verließ den Platz unter Schmerzen. Für ihn kam Yi-young Park ins Spiel. 

Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde es noch einmal richtig brenzlig für die Hintermannschaft von Türkgücü. Pascal Steinwender kam auf der rechten Seite mit viel Platz an den Ball. Doch anstatt wie erwartet eine Flanke zu schlagen, suchte er den direkten Weg zum Tor. Der Schuss streifte nur um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. 

Türkgücü legte nach der Pause direkt einen Treffer drauf. Nach einem Sararer-Eckball war es Sliskovic, der am höchsten stieg und das Leder unhaltbar einköpfte. 3:1 für die Gastgeber. 

Doch Lübeck zeigte sich sichtlich unbeeindruckt von dem Sahnestart der Münchner in Durchgang zwei. Zunächst gelang den Gästen der Anschlusstreffer durch ein weiteres Eigentor, diesmal durch den eingewechselten Azur Velagic (54.). Zwei Minuten später setzte Martin Röser einen Distanzschuss aus zentraler Position zum Ausgleich in die Maschen (56.). 

Das Spiel beruhigte sich anschließend zunächst, doch nach 20 gespielten Minuten in der zweiten Hälfte entstand nach einem Eckball für Türkgücü großes Chaos im Sechzehnmeterraum. Bene Kirsch sprang der Ball letztendlich vor die Füße, der das Leder an den Querbalken setzte. Doch der Angriff war damit noch nicht zu Ende, der nächste Flankenversuch der Münchner wurde sträflicherweise mit der Hand vereitelt. Schiedsrichter Nicolas Winter zeigte folgerichtig auf den Punkt. 

Nachdem zuvor Boere seinen Elfmeter sicher verwandelte, übernahm nun Daniele Gabriele die Aufgabe und versenkte den Ball ebenso souverän zur 4:3-Führung (68.). 

Das Team von Alexander Schmidt blieb weiter dran. Nach einem weiteren Eckball verpasste Aaron Berzel nur knapp mit dem Kopf erneut auf einen Zwei-Punkte-Vorsprung zu stellen. 

Der VfB Kam zu keiner zwingenden Tormöglichkeit mehr. Daher blieb es beim 4:3-Sieg für die Münchner, die damit seit dem zweiten Spieltag wieder den ersten Dreier einfahren konnten. 

Aufstellungen: 

Türkgücü: Vollath – Barry (40. Park), Berzel, Sorge (46. Velagic), Zorba – Fischer, Erhardt, Sararer – Gabriele (75. Sijaric), Sliskovic, Boere

Lübeck: Raeder – Riedel, Okungbowa, Rieble, Thiel – Boland, Steinwender (69. Hobsch), Zehir, Deters – Röser (76. Benyamina), Deichmann

Gelbe Karten: Sararer - Röser, Thiel

Tore: 1:0 Boere (10./FE), 1:1 Sorge (26./ET), 2:1 Erhardt (28.), 3:1 Sliskovic (50.), 3:2 Velagic (54./ET), 3:3 Röser (56.), 4:3 Gabriele (68.)

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