Türkgücü München verliert aufgrund von Fehlentscheidung

Am 29. Spieltag bekam es Türkgücü München in der Schauinsland-Reisen-Arena mit dem MSV Duisburg zu tun. Nach einer 2:0-Führung musste man sich schlussendlich mit 2:3 geschlagen geben. 

Türkgücü München – heute ohne Kapitän Sercan Sararer – kam ordentlich ins Spiel und verzeichnete eine erste kleine Chance, als Basti Maier eine Flanke von Boubacar Barry über den gegnerischen Kasten köpfte (3.). 

Die erste richtige Möglichkeit bescherte den Münchnern direkt die Führung. Ein wunderbarer Steilpass von Tosun erreichte Maier in der Spitze, der das Leder nochmal quer auf Lucas Röser legte. In einwandfreier Stürmer-Manier versenkte die Leihgabe den Ball eiskalt im rechten Winkel (8.). 

Anschließend passierte vor den Toren wenig. Duisburg hatte in dieser Phase jedoch mehr vorm Spiel, etwas Zählbares sprang für die Zebras aber erstmal nicht heraus. MSV-Angreifer Aziz Bohaddouz versuchte es mal mit einem Schuss von der rechten Sechzehnerkante, traf aber nur das Außennetz (25.). 

Doch Türkgücü wurde nach einer halben gespielten Stunde wieder aktiver. Alexander Sorge köpfte nach einem Eckball nur knapp neben das Tor. Kurz darauf verpasste Niemann den richtigen Moment für ein Zuspiel von der Grundlinie, sonst hätte es brandgefährlich werden können (30.). 

Auf der anderen Seite sorgte Moritz Stoppelkamp für ein Ausrufezeichen, als eine Hereingabe von der rechten Seite etwas verunglückte und auf den Querbalken klatschte (31.). Insgesamt zeigten beide Teams bis dahin ein ansehnliches Spiel, die ganz großen Chancen blieben aber bis auf den Führungstreffer aus. 

Wenig später wurde Connor Krempicki nach einem schnell ausgeführten Freistoß in die Spitze geschickt, Geburtstagskind Rene Vollath kam dem Mittelfeldspieler entgegen und drängte ihn nach außen ab. Die anschließende Flanke köpfte Sinan Karweina in die Arme des Schlussmanns (36.). 

Kurz vor dem Pausenpfiff bekam Türkgücü einen Freistoß aus dem Halbfeld zugesprochen. Maier servierte eine scharfe Flanke in den Strafraum, wo Maxime Awoudja per Kopf auf 2:0 für die Gäste erhöhen konnte (42.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die Halbzeitpause. 

Die Duisburger kamen mit ordentlich Dampf aus der Kabine. Direkt mit der ersten Aktion gelang den Hausherren der Anschlusstreffer. Einen Schussversuch ließ Vollath nach vorne abprallen, Bouhaddouz stand goldrichtig und staubte zum 1:2-Anschlusstreffer ab (47.). 

Kurz darauf tauchte der MSV-Angreifer wieder vor dem Keeper auf, im Eins-gegen-eins blieb der Torwart aber cool und parierte den Ball (49.) 

Dann der nächste Rückschlag für Türkgücü. Alexander Sorge brachte nach einem langen Ball Bouhaddouz zu Fall, den darauffolgenden Strafstoß verwandelte Moritz Stoppelkamp zum Ausgleichstreffer (66.).

Daraufhin entwickelte sich ein Kampfspiel, beide Teams versuchten nun den Siegtreffer zu forcieren. Awoudja köpfte nach einer Freistoßflanke nur knapp über das Tor (76.). 

In der Schlussphase kam es zum großen Aufreger der Partie: Im eigenen Sechzehnmeterraum wurde Yiyoung Park deutlich und nicht regelkonform von David Tomic zu Fall gebracht. Schiedsrichter Tobias Fritsch entschied aus unerfindlichen Gründen jedoch nicht auf Freistoß. In der Folge schnappte sich Tomic den Ball und servierte für Orhan Ademi, der nur noch zum 3:2 einschieben musste (89.). 

Kurz vor vor dem Abpfiff kam Petar Sliskovic noch einmal ins Eins-gegen-eins-Duell gegen Keeper Weinkauf, konnte den Ball jedoch nicht verwandeln. So bliebe es bei der unterm Strich bitteren Niederlagen, die am Ende aufgrund einer Fehlentscheidung so zustande kam. 

Trainer Serdar Dayat war nach dem Spiel dementsprechend bedient: „Ein 2:0 zur Halbzeit ist immer gefährlich. Am Ende hat der Schiedsrichter die Augen zu gemacht. Wenn er da pfeift, hätten wir den Punkt mitgenommen. Jetzt muss ich acht Stunden im Bus über das verlorene Spiel nachdenken.“

Aufstellungen: 

Duisburg: Weinkauf – Sauer (70. Bitter), Schmidt, Gembalies, Sicker – Frey, Krempicki – Stoppelkamp (88. Tomic), Karweina (70. Ghindovean), Engin – Bouhaddouz (88. Ademi)

Türkgücü: Vollath – Park, Awoudja, Sorge, Jakob – Erhardt, Tosun (68. Berzel) – Barry (56. Sijaric), Maier, Niemann (56. Fischer) – Röser (68. Sliskovic)

Gelbe Karten: Schmidt, Krempicki – Röser, Sorge 

Tore: 0:1 Röser (8.), 0:2 Awoudja (42.), 1:2 Bouhaddouz (47.), 2:2 Stoppelkamp (66.), 3:2 Ademi (89.) 

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