Türkgücü München verliert bei Hansa Rostock

Zum Nachholspiel des 9. Spieltags der 3. Liga kam es im Ostseestadion zum Duell zwischen Türkgücü München und Hansa Rostock. Die Münchner mussten gegen die Hanseaten eine 0:2-Niederlage hinnehmen. 

Alexander Schmidt nahm zwei Änderungen im Gegensatz zum Derby gegen den TSV 1860 München am vergangenen Wochenende vor. Yi-Young Park rückte für Filip Kusic auf der Rechtsverteidigerposition in die Partie, Nico Gorzel nahm Benedikt Kirschs Platz in der Startelf ein.

Die Hausherren kamen etwas wacher in die Partie und hatten durch einen Kopfball von Björn Rother die erste Chance der Partie, das Spielgerät flog jedoch am rechten Pfosten vorbei (3.). Nur eine Minute später der erste Aufreger auf der anderen Seite: Sercan Sararer lief nach einem missglückten Pass von Hansa-Schlussmann Markus Kolke frei auf das gegnerische Tor zu und wurde von hinten zu Fall gebracht. Der Unparteiische entschied jedoch nicht auf Strafstoß – eine fragwürdige Entscheidung. 

Es war direkt sehr viel Feuer in der Partie. Nur wenig später prüfte Korbinian Vollmann Türkgücü-Keeper Rene Vollath, der glänzend parieren konnte. Beim Nachschussversuch kam Bentley Baxter Bahn zu Fall. In dieser Situation zeigte Schiedsrichter Patrick Schwengers auf den Punkt. Den anschließenden Strafstoß verwandelte der Gefoulte sicher (7.).

Nur wenig später kam John Verhoek abseitsverdächtig an den Ball, lupfte das Leder jedoch über Vollath und auch am Gehäuse vorbei (7.). Was für ein fulminanter Beginn. 

Hansa Rostock probierte es weiter über die Flügel, ein flacher Ball erreichte Bahn, der den Ball am Kasten vorbeisetzte (13.). 

Nach einer besonders von den Hausherren sehr druckvollen Anfangsphase beruhigte sich die Partie erst einmal. Bis auf den ausgebliebenen Elfmeterpfiff kam Türkgücü in den ersten 20 Minuten jedoch nicht entscheidend vor den gegnerischen Kasten. Die Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt fand aber nun besser ins Spiel und hatte deutlich mehr Ballbesitzanteile. 

Doch wiederum waren es die Rostocker, die die nächste große Möglichkeit verzeichnen konnten. Maurice Jerome Litka wurde mit einem Steilpass in den Strafraum in Szene gesetzt. Nach einer Körpertäuschung kam er zum Abschluss, Vollath parierte den Schuss aufs kurze Eck mit einem Weltklasse-Reflex (27.). Jedoch brachte der darauffolgende Eckball die 2:0-Führung für Hansa. Die Flanke flog quer durch den Sechzehner, in der Unordnung war es Aaron Berzel, der als letzter am Ball war und das Leder ins eigene Netz beförderte (28.). 

Nach dem zweiten Treffer des Abends verlor die Begegnung deutlich an Fahrt. Hansa ließ die Münchner kommen, die hatten aber kaum Ideen in der Offensive. So dümpelte das Spiel allmählich in Richtung Halbzeitpause. 

Türkgücü startete deutlich aktiver in den zweiten Durchgang, Torgelegenheiten blieben aber lange Mangelware. Die Münchner entwickelten im Gegensatz zur ersten Hälfte einen wesentlich stärkeren Zug zum Tor, der entscheidende Abschluss blieb dennoch aus.

Kilian Fischer kam nach einer geklärten Ecke zu einem Distanzschussversuch, der mutmaßlich mit der Hand geblockt wurde. Der Pfiff des Schiedsrichters blieb erneut aus (62.). 

In der 70. Spielminute schickte Berzel Sararer mit einem präzisen Ball in den Sechzehnmeterraum. Der Spielmacher steuerte auf die Grundlinie zu und legte das Leder in den Rückraum auf den eingewechselten Ünal Tosun, der mit seinem Schuss jedoch an Kolke scheiterte. 

Die Partie war nun von vielen Fouls vor allem vonseiten der Hanseaten geprägt, TGM blieb aber die spielbestimmende Mannschaft. 

Dann hatte Erik Engelhardt die Entscheidung auf dem Fuß. Nach einem Fehlpass von Alexander Sorge stand der Stürmer plötzlich frei vor TGM-Keeper Vollath, den er mit seinem Schuss aus 16 Metern auch überwinden konnte, doch Aaron Berzel klärte den Ball in letzter Sekunde zur Ecke (78.). 

Zu einer Chance kam Türkgücü aber auch noch: Der ebenfalls eingewechselte Boubacar Barry flankte von der rechten Seite, die Hereingabe kam jedoch ein Ticken zu hoch für Slisovic, der nicht genug Druck hinter den Ball brachte (86.). 

Schlussendlich reichte es aber nicht mehr für einen Treffer von den Münchnern. Das Spiel endete mit 2:0 für Hansa Rostock. 

Aufstellungen: 

Lübeck: Kolke – Neidhart, Riedel, Sonnenberg, Scherff – Löhmann, Rother (64. Daedlow) – Vollmann (75. Farrona Pulido), Bahn, Litka (60. Engelhardt) - Verhoek

Türkgücü: Vollath – Park, Berzel, Sorge, Stangl (46. Barry) – Fischer, Erhardt, Gorzel (72. Holz), Sararer – Sliskovic, Bouziane (46. Tosun)

Gelbe Karten: Rother, Engelhardt - Barry, Erhardt

Tore: 1:0 Bahn (7./FE), 2:0 Berzel (27./ET)

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