Türkgücü München schlägt den VfB Lübeck mit 2:0

Am 25. Spieltag gastierte Türkgücü München beim VfB Lübeck im Stadion an der Lohmühle. Die Münchner konnten das Spiel mit einem 2:0-Sieg für sich entscheiden.

Die Austragung der Partie war lange Zeit unsicher aufgrund von heftigem Schneefall im Laufe der Woche, der auf dem Rasen deutliche Spuren hinterließ. Beide Teams hatten aber wenig Probleme, sich an den tiefen Untergrund zu gewöhnen. Die erste gefährliche Szene hatten die Gastgeber, eine flache Hereingabe von der linken Seite rutschte aber an zwei Lübeckern vorbei (3.). 

Kurz darauf die Riesenchance auf der anderen Seite. Ünal Tosun schickte Sercan Sararer mit einem hohen Ball in die Spitze, auf dem holprigen Rasen erwischte der TGM-Spielführer das Leder nicht perfekt und so kullerte der Ball nur an den Außenpfosten (6.).

Doch die Münchner ließen nicht nach. Nur wenig später ergab sich eine Freistoßgelegenheit aus knapp 25 Metern zentraler Position. Sararer nahm sich der Aufgabe an und versenkte den Ball mit einem traumhaften Schuss in den rechten Winkel zur 1:0-Führung (9.). 

Anschließend beruhigte sich das Spielgeschehen. Lübeck war die etwas aktivere Mannschaft, Türkgücü hingegen vor allem darauf bedacht, den Vorsprung erst einmal zu sichern. Torchancen waren in dieser Phase Mangelware. Sararer probierte es nach einem erneuten Tosun -Zuspiel mit einem Schuss aus der linken Strafraumecke, der jedoch von einem Verteidiger geblockt werden konnte (24.). 

Zehn Minuten später war Lübecks Cyrill Akono in der linken Strafraumhälfte frei am Ball, sein Abschluss flog aber am rechten Pfosten vorbei (34.). Die Hausherren versuchten ihr Glück meist über hohe Zuspiele in die Spitze oder über Flankenbälle, Türkgücü weiterhin über vereinzelte Tempovorstöße. Im Zuge eines erneuten Vorstoßes kam Sararer auf dem rechten Flügel an den Ball, an seiner scharfen Hereingabe rutschte Kilian Jakob nur um Zentimeter vorbei (37.). 

Mehr passierte vor der Pause auf beiden Seiten nicht mehr. So ging es mit der 1:0-Führung für Türkgücü in die Halbzeitpause.

Die Truppe von Interimscoach Andreas Pummer startete gut in den zweiten Durchgang. Nico Gorzel schickte kurz nach Wiederanpfiff Petar Sliskovic in den Sechzehner. Mit seinem Versuch, den Torwart zu umspielen, wurde der Winkel für den Angreifer aber zu spitz, wodurch er nicht mehr zum Abschluss kam (48.). 

Lübeck hatte seine erste Torchance in der zweiten Hälfte, als Elsamed Ramaj eine hohe Hereingabe per Direktabnahme von der linken Seite ans Außennetz setzte (57.). Wenig später konnte sich Rene Vollath erstmals richtig auszeichnen. Einen flachen Abschluss von Yannick Deichmann parierte der Schlussmann überragend (64.). 

Es folgte eine Phase, in der Türkgücü wieder mehr vom Ball hatte, nur der entscheidende Pass wollte den Gästen nicht gelingen. Auf der anderen Seite prüfte der eingewechselte Patrick Hobsch Vollath mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, der jedoch kein Problem für den Keeper darstellte (80.). 

In den Schlussminuten hatte Lübeck dann nochmal die Großchance für den Ausgleich. Der eingewechselte Martin Röser kam aus knapp Elfmetern zum Abschluss, doch Boubacar Barry warf sich in letzter Not in den Schuss und klärte damit zur Ecke (89.). 

Quasi mit der letzten Aktion landete ein Klärungsversuch bei Omar Sijaric, der ab der Mittellinie freie Bahn hatte und mit dem Leder bis in den Strafraum sprintete. Dort legte der Joker auf den ebenfalls eingewechselten Noel Niemann quer, der mit traumwandlerischer Sicherheit den 2:0-Endstand markierte. 

"Es war ein sehr hartes Spiel, nicht von den Zweikämpfen her, aber wir wussten, dass es heute über die Zweikämpfe gehen wird und dass wir das annehmen müssen. Die Mannschaft hat sehr großes Herz gezeigt. Sie hat nicht so viel klein-klein gespielt, sondern häufig die Balance gefunden, auch mal lange Bälle einzustreuen. Natürlich hat uns das 1:0 gleich am Anfang in die Karten gespielt", analysierte Andreas Pummer nach der Partie und bilanzierte: "Ich denke, im Großen und Ganzen war es ein verdienter Sieg."

Aufstellungen: 

Lübeck: Raeder – Riedel, Malone (46. Malone), Grupe, Rieble – Mende (87. Zehir), Boland (61. Okungbowa) – Deichmann, Deters, Ramaj (71. Steinwender) – Akono (71. Hobsch)

Türkgücü: Vollath – Park, Kusic (87. Awoudja), Sorge, Barry – Gorzel, Tosun – Sararer (87. Kircicek), Jakob (68. Niemann) – Röser (64. Sijaric), Sliskovic

Gelbe Karten: Malone

Tore: 0:1 Sararer (9.) 0:2 Niemann (90.)

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