In Unterzahl: Türkgücü München verliert in letzter Minute in Meppen

Am 14. Spieltag bekam es Türkgücü München mit dem Tabellennachbarn SV Meppen zu tun. In der Meppener Hänsch-Arena mussten sich die Münchner nach über einer Stunde Unterzahl mit 0:1 geschlagen geben.

Türkgücü hatte Schwierigkeiten in die Partie zu finden. Immer wieder gab es Ungenauigkeiten oder Fehlpässe zu bemängeln, die häufig auch durch den schlechten Rasen bedingt waren. 

Erstmals vor dem Tor rauchte das Team von Trainer Peter Hyballa auf, als Scepanik von der Grundlinie eine Flanke in den Strafraum beförderte. In der Mitte war Knöll der Abnehmer, jedoch bekam der Angreifer nicht genug Druck hinter den Ball (13.). Doch wenig später zeigen sich die Hausherren erstmals gefährlich vor dem TGM-Kasten. Eine flache, harte Flanke rutschte jedoch an Freund und Feind vorbei über die Torauslinie (17.). 

Kurz darauf kam es zum ersten Aufreger: Sorge bekommt einen Freistoß aus dem Halbfeld im Sechzehner serviert, seine Kopfballhereingabe wurde vom Gegenspieler mit der Hand geblockt, trotzdem entschied Schiedsrichter Nicolas Winter nicht auf Strafstoß (26.).

Dann mussten die Münchner erstmals durchatmen. Ein Chipball von der rechten Seite rutschte Vollath durch die Finger, glücklicherweise schaffte es Lukas Krüger nicht mehr rechtzeitig an den Ball, um einzuschieben (33.). 

Dann kam es ganz bitter für TGM. Der bereits verwarnte Chato kam gegen den heranstürmenden Angreifer zu spät und sah folgerichtig seine zweite Gelbe Karte – Türkgücü musste nun also 65 Minuten in Unterzahl agieren (35.).

Kurz vor dem Pausenpfiff hieß es nochmal durchatmen bei Türkgücü. Nach einer Flanke steht Guder völlig frei, köpft Vollath aber in die Arme (45.+1). 

Trainer Hyballa brachte für den zweiten Durchgang Gorzel für Sararer, also die etwas defensivere Variante. 30 Sekunden nach Wiederanpfiff probierte es Gorzel direkt mit einem Abschluss von der Sechzehnerkante, der aber knapp über den Querbalken flog (46.). 

Anschließend konzentrierten sich die Münchner aber auf das Verteidigen und lauerten auf Konter. Die Hausherren aus Meppen spielten nun Angriff um Angriff und probierten es dabei vor allem über die Flügel. Zunächst knallte der freistehende Hemlein den Ball ans Außennetz (54.), nur wenige Augenblicke später köpfte Guder das Leder an den Außenpfosten (55.). 

Quasi im Gegenangriff hatte erneut Gorzel die Möglichkeit. Vrenezi schickte den Joker in die Tiefe, seinen Heberversuch konnte der Keeper am zur Ecke klären (55.). 

Die Müchner machten es aber weiterhin gut, doch zwangsweise kamen die Emsländer zu Torchancen. Vollath zeigte seine überragenden Fähigkeiten und lenkte einen Kopfball des eingewechselten Fassbender mit einem Weltklasse-Reflex über den Kasten (67.). 

Für die Schlussphase brachte Hyballa Sliskovic und Hottmann und das zeigte Wirkung. Zunächst bediente Hottmann Sliskovic mit einem flachen Zuspiel im Zentrum, der Angreifer knallte seinen Schuss aus der Drehung nur um Zentimeter neben den Kasten (79.). Kurz vor Schluss servierte Scepanik eine Flanke, Hottmann legte mit der Brust erneut auf Sliskovic, der es per Direktabnahme versuchte. Keeper Domaschke konnte im letzten Moment mit der Faust abwehren (86.). 

Trotz der beherzten Leistung von Türkgücü musste man kurz vor Schluss doch noch den bitteren Gegentreffer schlucken. Nach einer Flanke kam Richard Sukuta Pasu mit dem Kopf an den Ball. Über den Pfosten rutscht der Ball in die Maschen zum 1:0 für den SV Meppen (88.). 

Dennoch gaben die Münchner nicht auf. Hottmann hatte noch einmal die Gelegenheit, setzte seinen Schuss aber neben den rechten Pfosten (89.). Die Mannschaft warf nochmal alles nach vorne, fing sich dadurch auch noch zwei Konter – beide konnten die Hausherren aber nicht ausspielen (90.).

Für Türkgücü sollte es aber nicht mehr reichen. Trotz des enormen Kampfes, den das Team von Peter Hyballa geboten hat, musste die Mannschaft am Ende die Heimreise ohne Punkte antreten.

Aufstellung:

Vollath – Kuhn, Sorge, Kusic, Scepanik – Chato – Tosun, Kehl-Gómez – Vrenezi, Knöll, Sararer (46. Gorzel)

Bank: Flückiger, Römling, Rieder, Hertner, Karweina, Hottmann, Sliskovic, Gorzel 

Gelbe Karte: Sorge, Kehl-Gómez, Vrenezi 

Gelb-Rote Karte: Chato (35./wiederholtes Foulspiel)

Tore: 1:0 Sukuta Pasu (88.)

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