Türkgücü München scheidet gegen Union im Pokal aus

Am Sonntagnachmittag trat Türkgücü München erstmals in der Vereinsgeschichte in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals an – Gegner war der Bundesligist Union Berlin. Nach intensiven 90 Minuten musste sich das Team von Petr Ruman mit einer knappen 0:1-Niederlage geschlagen geben. 

Die 2841 Zuschauer im Stadion an der Grünwalder Straße sahen in der Anfangsphase ein Spiel auf Augenhöhe. Türkgücü hatte lange Ballstafetten und war sichtlich bedacht darauf, keine unnötigen Ballverluste zu kassieren. Dadurch blieben besonders zu Spielbeginn die Torchancen aus.

Nach gut 20 Minuten hatte Sararer aus 17 Metern halblinker Position erstmals eine gute Gelegenheit per Freistoß, der Schussversuch konnte aber zur Ecke geblockt werden (21.). Im Anschluss an den Eckball versuchten die Münchner von hinten neu aufzubauen, Union drückte aber hoch und zwang Paterson Chato zum Ballverlust. Im Zwei-gegen-Eins gegen Keeper René Vollath legte Taiwo Awoniyi quer auf Max Kruse, der zur Führung einschieben konnte (23.). 

Die nächste Möglichkeit hatte erneut Kruse, der im Rückraum bedient wurde, seinen Spannschuss aber neben den Kasten setzte (34.). Auf der anderen Seite sorgte Sararer für Gefahr, als er von der linken Seite ins Zentrum zog und nur knapp über das Tor schoss (35.). 

Mehr boten beide Mannschaften im ersten Durchgang aber nicht an und so ging es mit der Gästeführung in die Pause. 

Union kam mit ordentlich Tempo in den zweiten Durchgang. Erst hatten die Hauptstädter Pech bei einem Pfostenschuss von Awoniyi (48.), wenig später nutzte Kruse einen Ballverlust von Mavraj nicht, sondern scheiterte an dem starken René Vollath (60.). 

Union war in diesem Spielabschnitt die deutlich aktivere Mannschaft. Mitte der zweiten Hälfte traf Behrens dann zur vermeintlichen Berliner Führung, jedoch befand sich der Spieler zuvor klar im Abseits (68.). 

In der Schlussphase schaltete sich Türkgücü aber wieder mehr in die Partie ein. Chato probierte es mit einem Distanzschuss, den Luthe vor dem einlaufenden Petar Sliskovic erst im zweiten Nachfassen festhalten konnte (80.). 

So richtig zwingend kamen die Münchner anschließend nicht mehr vor das Tor. Der sehr agile Sararer drosch in der Nachspielzeit nach einem Eckball aus spitzem Winkel den Ball nur ans Außennetz – das sollte es dann aber gewesen sein. 

Die Sensation wollte Türkgücü an diesem Abend nicht gelingen. Union Berlin konnte sich mit einem 1:0-Sieg durchsetzen und zieht in die zweite Pokalrunde ein.

Aufstellungen: 

Türkgücü: Vollath – Rieder, Chato (83. Karweina), Mavraj – Kuhn (83. Hottmann), Irving, Kehl-Gómez (30. Kusic), Hertner (46. Römling) – Vrenezi, Sararer, Türpitz (67. Sliskovic)

Union: Luthe – Baumgartl, Friedrich, Knoche – Gießelmann (84. Haraguchi)., Khedira, Andrich, Trimmel –, Awoniyi (65. Behrens), Voglsammer (75. Ingvartsen) – Kruse (84. Ryerson)

Gelbe Karten: - Knoche, Andrich, Khedira

Tore: 0:1 Kruse (23.)

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