Unentschieden gegen Wacker Innsbruck

Türkgücü München trennt sich im zweiten Vorbereitungsspiel innerhalb von 24 Stunden gegen den österreichischen Zweitligisten Wacker Innsbruck 1:1. Die 300 zugelassenen Zuschauer sahen ein ruppiges und kampfbetontes Spiel mit zwei komplett unterschiedlichen Halbzeiten.

Acht Veränderungen nahm Alex Schmidt im Vergleich zum Vorbereitungsspiel gegen den österreichischen Serienmeister RB Salzburg am Vortag vor. Mit Marco Holz, Alexander Laukart und Ünal Tosun, der Türkgücü Münchhen als Kapitän auf den Platz führte, standen im Vergleich zum Vorbereitungsspiel gegen Salzburg lediglich drei Spieler auch gegen die von Daniel Bierofka trainierten Innsbrucker in der Startelf. 

In der Anfangsphase beschnupperten sich die Mannschaften. Nach dem beidseitigen Abtasten verlagerten sich die Spielanteile größtenteils in die Innsbrucker Hälfte. Die neuformierte Viererkette stand sehr sicher, offensiv sorgten flüssige Ballaktionen und schnelle Kombinationen für ein Chancenplus der Münchner. Als eine knappe Viertelstunde absolviert war, verwertete Alexander Laukart eine schöne Flanke von Furkan Kircicek zur mittlerweile verdienten Führung. Die komplett in schwarz angetretenen Aufsteiger in die 3. Liga hatte weiterhin mehr vom Spiel. Nach einer Ablage von Marco Holz scheiterte Furkan Kircicek mit einem Schuss aus knapp 18 Metern am starken Marco Knaller im Tor der Innsbrucker (20.). Sieben Minuten später verfehlte ein Distanzschuss von Alexander Laukart nur knapp das Tor. In der 32. Minute sorgte eine Co-Produktion der auffälligen Furkan Kircicek und Ünal Tosun fast für das 2:0. Der ehemalige Ingolstädter Torwart Marco Knaller konnte jedoch zur Ecke klären. Diese brachte Marco Holz gefährlich in den Strafraum. Innenverteidiger Michael Zant scheiterte jedoch mit einem Kopfball aus kurzer Distanz abermals an Marco Knaller. Im Anschluss sorgte ein Innsbrucker Freistoß aus gut 25 Metern für Gefahr, Maximilian Engl konnte jedoch zur Ecke klären. Bis zur Pause waren dann viele kleine Fouls und Nickligkeiten ein Vorgeschmack auf die zweite Halbzeit.

Personell änderte Trainer Alex Schmidt seine Elf auf zwei Positionen: Franco Flückiger hütete fortan anstatt von Maximilian Engl das Tor, für Marco Holz kam Neuzugang Omar Sijaric zu seinem Debüt im Türkgücü-Trikot. Mit Beginn der zweiten Halbzeit änderten sich die Vorzeichen komplett: Das Team von Alex Schmidt konnte offensiv kaum noch Nadelstiche setzen und hatte mehrmals das Glück auf ihrer Seite: eine Innsbrucker Doppelchance prallte vom Querbalken zurück, der Abpraller ging aus kurzer Distanz über das Münchner Tor (51.). In der 60. Minute verwertete Innsbrucks Stürmer Ronivaldo dann einen Abpraller aus kurzer Distanz zum mittlerweile verdienten Ausgleich. Nach dem Ausgleichstreffer sorgten viele Fouls, Handgemenge und Nickligkeiten auf beiden Seiten für wenig Spielfluss. In der 70. Minute ließ sich Alexander Laukart während einer Rudelbildung zu einer Tätlichkeit hinreißen und sah dafür die Rote Karte. In der Schlussphase hatte Innsbruck dann in Überzahl nach Ecke zweimal die Chance auf den Siegtreffer. Franco Flückinger konnte beide Chancen jedoch entschärfen (86., 89.). So kam es dann nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten zu einem verdienten 1:1 Unentschieden.

Am kommenden Freitag geht es nach Liechtenstein zum FC Vaduz. Anstoß beim Aufsteiger in die Raiffeisen Super League ist voraussichtlich um 18 Uhr. Nicht einmal 24 Stunden später trifft Türkgücü München dann am Samstag um 14:30 Uhr auf den Schweizer Erstligisten FC St. Gallen. 

Achtung: Ob und wie viele Zuschauer zugelassen sind steht aktuell noch nicht fest. Das Spiel gegen FC St. Gallen wird im Live-Stream gezeigt. 

Die Stimmen zum Spiel:

Ünal Tosun: „Es war ein sehr intensives Spiel, beide Mannschaften haben alles rausgehauen. Wir können mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden sein, da haben wir wirklich guten Fußball gespielt. In der zweiten Halbzeit hat uns die rote Karte geschwächt. Ich denke, auf der Leistung können wir aufbauen“

Daniel Bierofka (Cheftrainer Wacker Innsbruck): „In der 1. Halbzeit haben wir verschlafen, da war Türkgücü besser, hatte die klareren Chancen. In der 2. Halbzeit war es dann andersrum, da waren wir wesentlich intensiver im Spiel. Von daher ist das Ergebnis leistungsgerecht.“

Stimme Alexander Schmidt: „Es war insgesamt ein sehr intensives Spiel. Trainer Daniel Bierofka ist ein Kämpfertyp, der die Grundtugenden wie Zweikampf, Laufbereichtschaft lebt. Meine Mannschaft hat läuferisch und kämpferisch alles abgerufen. Am Ende ist es ein leistungsgerechtes Unentschieden. Nach der Partie gegen Salzburg haben wir gegen Innsbruck die andere Hälfte der Mannschaft spielen lassen. Heute hat mir gefallen, dass man sich auf alle Spieler verlassen kann, jeder um seinen Platz kämpft und die Startelf noch nicht feststeht.“

 

Türkgücü München: Engl (46. Flückinger) – Haas, Sorge, Zant, Zorba – Raimondo-Metzger, Tosun (C) (84. Podunavac), Laukart, Holz (46. Sijaric) – Gabriele (73. Erb), Kircicek

Ersatz: Flückiger (ETW), Erb, Podunavac, Sijaric

Tore: 0:1 Laukart (14.), 1:1 Ronivaldo (60.)

Rote Karte: Laukart (Tätlichkeit, 70.)

Zuschauer: 300

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